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Fortsetzung Briefwechsel Alt-Anarchist/gkn (Nationalismus und Rassismus anhand Pegida)

Im Folgenden die Fortsetzung unseres Dialogs mit einem Alt-Anarchisten. In unserem Beitrag thematisieren wir Nationalismus und Rassismus anhand von Zitaten von Pegida-Anhängern.

Leserbrief zum Text „Zur Psychologisierung von Nationalismus"

Der folgende Leserbrief wurde im Zuge der Veröffentlichung des Artikels "Zur Psychologisierung von Nationalismus" in der Oktoberausgabe der Zeitschrift gai-dao abgedruckt (dort findet sich auch ein Kommentar der Gaidao-Redaktion zu dem Leserbrief). Unten findet sich unsere Antwort.

Das falsche „Wir“ und die Juden, wie sie sich der Antisemit vorstellt: Antisemitismus und Nationalismus

Wer am 3. Oktober auf die Straße geht, um gegen das deutsche Nationalbewusstsein zu demonstrieren, der hält auch nichts von Rassismus und Antisemitismus. Das ist nicht nur eine Frage des Ausschlusses. Entgegen der herrschenden Vorstellung, bei der Nation handele es sich um eine gute Sache, ist schon der Einschluss in eine solche Gemeinschaft eine Brutalität gegen die, die ihr angehören. Der folgende Beitrag thematisiert, wie die Härten, die mit diesem nationalen Einschluss notwendig verbunden sind, geistig verarbeitet werden und sich dann gegen das Jüdische richten können, also warum der falsche „Ausschluss“ aus dem falschen Einschluss folgen kann.

Zur Psychologisierung von Nationalismus

Traurig aber wahr: die Welt ist voll von Nationalist_innen: Zeitungskommentare sind ein einziges Einfordern eines bestimmten Handelns der Regierung zum Wohle der Nation, offene und versteckte Gewalt aus nationalistischer Überzeugung gegen Migrant_innen ist alltäglich, Menschen opfern für die Gründung von Nationalstaaten ihr Leben und bei Sport-Weltmeisterschaften wird die Gelegenheit genutzt, das eigene Zwangskollektiv abzufeiern – und damit die knallharte und zerstörerische Konkurrenz zwischen den Ländern auf dieser Ebene selbstbewusst national-identitär weitergeführt. Gründe zum Kotzen und Verzweifeln gibt es also mehr als genug – und die Frage, warum so viele Leute mit nationalistischer Einstellung herumlaufen, liegt nahe. In diesem Artikel sollen zwei Antworten, die sich auf die Psychologie richten, kritisiert werden.

Was Deutschland von Europa will. Die europäische Krisenpolitik

In der Neujahrsansprache für das Jahr 2014 teilte die deutsche Kanzlerin Merkel ihrem Volk bezüglich der Eurokrise mit: „Es gibt viel zu tun, damit Deutschland auch in Zukunft stark bleibt“. Die Stärke der Nation ist ein Dauerprogramm, das von der Bevölkerungsmasse ständig Anstrengungen und Opfer verlangt. Andere Opfer des deutschen Stärkeprogramms sammeln sich in Heerscharen von Arbeitslosen in den südeuropäischen Ländern.

Die Nation: Ideologie als materielle Gewalt und permanente Mobilmachung

Der nationale Diskurs einer bürgerlichen Demokratie stellt sich als eine Aneinanderreihung von Kampagnen dar. Es wird gefahndet und gehetzt, mobilisiert und verfolgt. Es geht gegen faule Arbeitslose und gierige Bankster, gegen nicht integrierbare Migranten, spaltende Kommunisten verbrecherische Zigeuner, raffende Juden, korrupte Politiker und all die anderen Figuren1, die sich Nationalisten von ihrem Fahndungsstandpunkt nach Sündern am Allgemeinwohl aus erfinden.

Die Nation ist eine permanente Mobilmachung, weil sich die objektiven Zwänge von Staat und Kapital als gefestigter Sozialcharakter ins Bewusstsein der Einzelnen übersetzt haben. Somit ist der Nationalismus als Idee, die die Massen ergriffen hat, als Nation selbst eine materielle Gewalt.

Kritik an der Weltmeisterschaft des Nationalismus

Wenn im Sport die besten Spieler aus den besten Mannschaften in einer speziellen Auswahl neu zusammengestellt werden und gegeneinander antreten, verspricht das für die Interessierten meist spannend zu werden. Man kann sich zurücklehnen und das sportliche Kunstwerk angucken oder sich entscheiden irgendwie Partei für eine der Mannschaften zu ergreifen.

Leserbrief zum Text „NPD-Aufmarsch verhindern, Deutschland bekämpfen“

Der folgende Leserbrief zu unserem Text „NPD-Aufmarsch verhindern, Deutschland bekämpfen“ aus dem Jahr 2007 erreichte uns Mitte April 2014.

Der Hass auf Homosexuelle

Thesen zur Kritik der bürgerlichen Sexualitäten

A. Natur, Gesellschaft, Individuum

1. Homo-, Bi- und Heterosexualität sind nicht biologisch bestimmt. Alle Forschungsversuche, die einen Beweis für eine biologische Ursache von Homosexualität liefern wollten, haben sich bemüht, statistische Zusammenhänge zwischen sexueller Neigung und Körpermerkmalen zu finden. Vergrößerte Ohrläppchen, Hodenbeschaffenheit, Gehirnbesonderheiten, DNS-Sequenzen etc. müssten jedoch, selbst wenn innerhalb der untersuchten Gruppe eine Überschneidung bestünde, nicht unbedingt deren Ursache sein – schließlich ist das vermehrte Auftreten von Männern mit weißen Bärten und roten Mänteln rund um den 24.12. auch kein Beweis dafür, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringt.

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