Eine Reihe von Protesten hat sich im letzten Jahr ereignet. In Spanien und Frankreich haben sich „die Empörten“ aufgestellt, in New York, Frankfurt und anderswo Anhänger der Occupy-Bewegung Finanzplätze besetzt.
Bitcoin (BTC) wurde von Satoshi Nakamoto im Jahr 2009 als eine neue elektronische oder besser virtuelle Währung vorgestellt, die ein Äquivalent zum Bargeld im Internet1 sein soll. Anstatt Kreditkarten oder Überweisungen zum Einkaufen im Netz zu benutzen, installiert man eine Software auf seinem Computer, den Bitcoin Client. Dieser erlaubt dann, unter einem Pseudonym Bitcoins an andere Nutzer zu senden, d.h. man gibt die Anzahl an Bitcoins und den Empfänger ein und die Transaktion wird anschließend über ein Peer-to-Peer-Netzwerk2 abgewickelt. Bitcoins können zur Zeit auf ein paar hundert Websites zum Einkaufen verwendet werden, darunter um Währungen, Web Hosting, Web Space, Web Design, DVDs, Kaffee, Kleinanzeigen zu kaufen. Auch kann man dank Bitcoin via Internet an Wikileaks3 spenden oder Glücksspielseiten benutzen, was praktisch sein kann, wenn diese im betreffenden Land verboten sind. Was allerdings Bitcoin zumindest für kurze Zeit große öffentliche Aufmerksamkeit verschaffte, war die Möglichkeit über eine Kleinanzeigenseite namens „Silk-Road“4 verbotene Drogen zu kaufen.
Im Oktober haben wir einen ersten Teil des Textes „Staatsverschuldung und die Krise im Euroraum“ veröffentlicht. Dieser Text ist jetzt fertig. Zusammen mit dem überarbeiteten ersten Teil kann man ihn hier jetzt lesen, verlinken, und gerne könnt ihr in Form von Leserbriefen Anmerkungen und Kritiken schicken. Der Text ist recht lang geworden, weil wir versucht haben, das Thema verständlich aufzubereiten. Unten ist der Text zwecks besserer Lesbarkeit als PDF angehängt.
Die Gruppe Jimmy Boyle hat im Juni 2011 in der Reihe agitare bene eine Veranstaltung zum Thema Gentrification gemacht. Das Referat wurde verschriftlicht und hier veröffentlicht: Gentrification vom 07.06.2011. In diesem Text wurde öfters Bezug auf Andrej Holm genommen, der zu diesem Thema publiziert und politisch arbeitet. Andrej hat uns einen Leserbrief geschrieben, der unten veröffentlicht ist. Wir haben wiederum eine Antwort geschrieben, die dahinter zu finden ist. Weiter ist der Ursprungstext entlang dieser Debatte überarbeitet worden. Darin haben wir Kritiken von Andrej aufgenommen, an anderer Stelle unsere Kritik an Positionen von ihm präzisiert. Dieser ist im Anschluss zu finden. Demnächst wird diese Debatte auf Andrejs Blog zu finden sein: http://gentrificationblog.wordpress.com/ Dort kann man mit ihm und anderen zu dem Thema bloggen. Leserbriefe an uns bitte weiterhin an info@junge-linke.de schicken.
Was ist der Lohn als Kostenfaktor des Kapitals? Was ist die Logik der Profitrate?
Das Kapital ist, oberflächlich gesagt, eine Art und Weise zu wirtschaften, in der Geld ausgegeben wird, um damit Prozesse in die Wege zu leiten, die zum Ziel, eine vergrößerte Menge Geld haben. In unseren und anderen von Marx inspirierten Texten ist häufig zu lesen, dass der Lohn für das Kapital gar nicht niedrig genug sein kann, weil der Lohn ein Abzug vom Gewinn sei.
Diese Aussage kann sich vor allem auf die starken Bemühungen der letzten Jahre seitens der Unternehmen und der Wirtschaftspolitik stützen, den Lohn im allgemeinen zu senken. Die Behandlung von illegalen Arbeitsmigranten durch Unternehmen legt Nahe, dass der beste Lohn fürs Kapital immer noch der zu sein scheint, gar keinen zu zahlen. Illegale werden häufig von Unternehmen abgezockt. Sie Arbeiten eine Zeit lang und erhalten dann einfach keinen Lohn oder einen stark geminderten relativ zu der Vereinbarung. Zum Staat können sie nicht gehen, um den Vertrag einzuklagen, weil sie Gefahr laufen, abgeschoben zu werden. Scheinbar lohnt es sich für manche Unternehmen, so zu kalkulieren. Auf der anderen Seite gibt es aber Lohnkalkulationen bei Unternehmen, die sogar freiwillig den Arbeitern etwas mehr als den Tariflohn zahlen, z.B. in der Automobilbranche. Auch heute ist es noch üblich, dass Arbeiter in engen, stickigen Räumen arbeiten, weil das Unternehmen an Miete sparen will. Kosten, die nur für die Gesundheit der Arbeiter aufgewendet werden müssen, versuchen Unternehmen zu vermeiden. Zugleich gibt es aber Unternehmen, die stellen ihren Internetgenies einen extra Raum mit Tischfußball und Sofas zur Verfügung.
Diese scheinbar gegensätzlichen Seiten haben nichts mit der Frage zu tun, ob der Manager ein böses, kleinliches Arschloch ist oder aber ein fürsorglicher, großzügiger Menschenfreund. Beide Kalkulationen verdanken sich der gleichen Rentabilitätsrechnung und die heißt nicht einfach nur, dass der Lohn so klein wie möglich sein soll. Der Lohn ist in der kapitalistischen Rentabilitätsrechnung ein Kostenfaktor und darin ist ein Widerspruch eingeschlossen, der alle oben beschriebenen Phänomene erklärt:
Michael Heinrich hat drei Bücher zum Kapital vorgelegt, die in breiten Kreisen gelesen werden. Mit seiner Dissertation „Die Wissenschaft vom Wert“(1) hat er in den 90ern für Furore im marxologischen Wissenschaftsbetrieb und der intellektuellen Linken gesorgt. Seine „Einführung“(2) wird in linken Kreisen viel gelesen, teils als Ersatz, teils als Unterstützung zur Kapitallektüre. Neu auf dem Markt ist ein Kapitalkommentar, der allerdings in diesem Text (noch) nicht berücksichtigt ist.
Dieser Text kritisiert zentrale Überlegungen und Interpretationen von Heinrich entlang des ersten Kapitels im Band 1 des Kapitals von Marx. Es wird dargelegt, dass Heinrich so mit dem Nachweis beschäftigt ist, dass der Wert gesellschaftlicher Natur ist, dass er darüber den Inhalt der gesellschaftlichen Natur vergisst, ignoriert oder wenig spannend findet.
M. der Gruppe S. aus D. schreibt:
aber irgendwie seid ihr doch dann doch wieder dafür - die Bedingungen die ihr an ein bge stellt sind in der BGE-Bewegung Konsens. Also lasst uns doch lieber gemeinsam dafür streiten, statt im eigenen Lager zu zanken.