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Ich-Unternehmer in verschärfter Konkurrenz

Du bist Deine eigene Chance

Arbeitskreisankündigung

"Für den Unternehmer seiner selbst hat es nichts Anrüchiges, 'sich gut zu verkaufen', im Gegenteil: Genau daraus bezieht er sein Selbstwertgefühl. Er führt sein Leben als permanentes Assessment Center und weiß, daß es nicht reicht, Kompetenzen vorzuweisen, sondern vor allem darauf ankommt, diese zugleich als authentischen Ausdruck der eigenen Persönlichkeit erscheinen zu lassen."

Die Auferstehung der Kapitalismuskritik?

Arbeitskreisankündigung

Die Zeiten sind hart. Das "Soziale" ist zu teuer, der Staat behauptet, pleite zu sein, und wer einen Job haben will, klar, der muß eifrig Zugeständnisse machen. Weltweit werden nicht weniger Menschen arm, sondern immer mehr. Gleichzeitig mit dem Aufkommen des Modewortes Globalisierung als Rechtfertigung für eine neue Standortpolitik, die solche Folgen hat, formiert sich Anfang der 90er Jahre eine Gegenbewegung kritischer Bürger.

Wer Standort frißt, ist angepißt

Arbeitskreisankündigung

Staaten haben Zölle abgeschafft, den freien Währungsmarkt und freien Kapitalverkehr eingerichtet. Dadurch ist es Kapitalisten möglich, die Produktionsbedingungen in den Staaten unmittelbar miteinander zu vergleichen und den günstigsten Standort für eine effektive Produktion zu finden. Das einmal durchgesetzt, müssen Kapitalisten den Vergleich der Standorte vollziehen, um in der Konkurrenz bestehen zu können.

Liegeplätze statt Standorte

Leitartikel der Konferenzzeitung

Anfang der Neunziger Jahre noch ein Begriff in den Feuilletons, ist Globalisierung mittlerweile eine Erklärung für fast alles: für Lohnsenkung, Sozialabbau, Arbeitslosigkeit, weltweite Armut und Krisen in den Schwellenländern. Für die gestiegenen Ansprüche an die Menschen, die früher noch Arbeiter oder Angestellte, heute aber Arbeitskraftunternehmer heißen, die lebenslang lernen und flexibel sein sollen. Die Globalisierung ist Anlaß für das Entstehen einer vermeintlich kapitalismuskritischen Bewegung, die dabei tatsächlich nicht keinen Kapitalismus will, sondern glaubt, es könnte einen demokratisch gezähmten Kapitalismus geben. Und die nicht Kapitalismus kritisiert, sondern am Einfluß der Finanzmärkte und an einer angeblichen Schwäche der Nationalstaaten etwas auszusetzen hat. Auf unserer eintägigen Konferenz in Berlin geht es um die Fragen, wie staatliches Handeln und die Einrichtung eines Weltmarkts zusammenhängen, was das ist, das meistens nur als Schlagwort "Globalisierung" auftaucht, und auf was man sich so einstellen kann, wenn man plötzlich zum Unternehmer seiner eigenen Haut gemacht wird.

Was Du auch wählst - es kommt immer "Deutschland" dabei raus (Wahl 2002)

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Hier als Dokumentation der Text zur Wahl 1998 als pdf [220 kb]


Es ist Wahlzeit, Zeit den ganzen Laden rund um Volksherrschaft, Wahlen und Parteien zu kritisieren - Mit nichts anderem treten die verschiedenen Parteien an, als mit der Behauptung, sie hätten das bessere Rezept für den nationalen Erfolg. Dafür dürfen sich die BürgerInnen 'entscheiden'. Daß nationaler Erfolg richtig ist, daß dafür ein anständiges Regieren und Regiertwerden nötig ist, und es allen Beteiligten nur um "Deutschland" gehen kann - darin sind sich WählerInnen und Gewählte ganz einig.

"Derselbe ausgekaute Kohl kann nun bei jeder Gelegenheit wiedergekäut werden."[*]

Gute Argumente gegen eine ungenießbare Kapitalismuskritik - über die McDonaldskritik von Slow-food und Co

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Mit der Kriegsmarine gegen Flüchtlingsschiffe - wie die EU sich gegen Ausländer aufrüstet

Die EU-Staaten haben am 23. Juni 2002 in Sevilla ihre Grenz- und Flüchtlingspolitik "harmonisiert". Der Text zeigt, warum diese Grenz- und Flüchtlingspolitik nichts anderes ist als ein permanenter, gemeinschaftlich ausgeübter Gewaltakt.

Schule bleibt gemein

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"Bildung für alle" heißt das Bildungsprogramm der Bundesregierung und bedeutet, dass besser ausgebildetes Personal für die nationale Wirtschaft bereitgestellt werden soll. Bildung war noch nie der Zweck dieses Schulwesens. Sie ist Mittel zur Ausbildung von tauglichen SchülerInnen für die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.

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Grundlagen der Kapitalismuskritik

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Grundlage jeder Gesellschaftskritik ist die Beantwortung der Frage, welches die Prinzipien der betrachteten Gesellschaft sind. Die Grundlage einer Kapitalismuskritik ist dementsprechend die Untersuchung der Funktionsweise des Kapitalismus. Diese Untersuchung entscheidet darüber, worauf Erscheinungen wie Armut, Erwerbslosigkeit, Umweltverschmutzung und "Bildungsabbau", Erscheinungen, an denen fast jeder etwas auszusetzen hat, zurückzuführen sind: auf Charaktermängel und Fehlentscheidungen von Politikern oder auf die Grundlagen der kapitalistischen Gesellschaft, die sich selbst dann durchsetzen, wenn ehrenwerte Staatenlenker nur "das Beste" wollen und tun. (Über die Kontakt-Adresse oder das Kontakt-Formular kostenlos zu bestellen)

Martin Walser - Das unverschämt gute Gewissen des deutschen Nachkriegs-Antisemitismus

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Ein Text wider die Bestialität des Blöden

Deutsche Erinnerungskultur ist heute ein flexibel gehandhabter Schlußstrich. Da wo es nützlich ist, wird auch ganz gerne erinnert. Da wo sich aus Geschichte ein Titel machen läßt, wird sie benutzt, und zwar ganz besonders bei Ex-Linken, die zum Zynismus der Macht immer noch die moralische Gewißheit, das Richtige zu tun, brauchen. Die Relativierung, die hier zustande gebracht wird, ist eine durch permanente Benutzung als Argument.