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Gentrification

Dieser Text ist mittlerweile überarbeitet worden. Bitte hier weiter lesen: Gentrification
 

Kittens #2 erschienen

Die dritte Ausgabe von kittens ist fertig. Kittens ist das Englischsprachige Journal von Junge Linke gegen Kapital und Nation. Die aktuelle Ausgabe gibt's  (hier) sowie in verschiedenen Läden in London. 

Guttenberg tritt zurück oder über zwei Absurditäten „unserer Gesellschaft“: geistiges Eigentum und die Frage der Glaubwürdigkeit

Er war immer „bereit zu kämpfen“ in seinem aufopferungsvollen Einsatz für die deutsche Republik. Doch nun hat er die Grenzen seiner Kräfte erreicht und bittet um Rücktritt vom Amt des Verteidigungsministers. Auch die Bundeskanzlerin Merkel und Seehofer sind „erschüttert“ und danken „Karl-Theodor zu Guttenberg für seinen Dienst für unser Land von ganzem Herzen“. „Unser“ Karl-Theodor, der „die Herzen der Menschen“ im Lande erreicht, sie also auf ganz persönliche Art für all die angeordneten Themen politisiert und interessiert hat. Da konnte jeder Deutscher wissen: Bei ihm liegt „unser aller“, also auch mein Schicksal, in den richtigen Händen. Und manchmal ist ein Deutscher dann auch enttäuscht über den Rücktritt: „Schade, er war mir sympathisch.“ Was eine treffende Charakterisierung demokratischer Politiker zu sein scheint: Sie werden nach persönlichem Geschmack beurteilt statt zu fragen, was sie eigentlich mit der korrekten Ausführung ihres Amts so alles anstellen, was entgegen der beständigen Nörgelei über „die da oben" der Regelfall ist.

Ein neuer Staat für Afrika.... (aktualisiert)

Eine überarbeitete und aktualisierte Fassung des Artikels vom 17. Januar 2011 (Suedsudan.pdf).

Bündniszeitung "Auflösen"

Anlässlich des geplanten Nazi-Aufmarschs am 1. Mai in Bremen hat Kritik im Handgemenge zusammen mit anderen antinationalen Gruppen und Personen eine Zeitung rausgebracht. Die Texte beschäftigen sich mit der aktuellen bürgerlichen Politik und deren ekligsten Zuspitzungen – den Nazis. An der falschen Kritik, die die Demokraten an den Nazis haben, lässt sich einiges über deren Selbstverständnis zeigen. Warum Nazis nicht zu Deutschland passen, deren Argumente aber schon, soll in den Texten gezeigt werden. Die Zeitung steht unter folgendem Link als PDF zur Verfügung (auf S. 13/14 sind die Thesen zur Sarrazin-Debatte leider layouttechnisch wirr mit verdoppelten Anfang abgedruckt - shit happens): Bündniszeitung "Auflösen"

Das staatliche Strafen

Man ist sich zwar in Politik und Öffentlichkeit über die konkreten Schritte zur Bekämpfung von Verbrechen selten einig, aber dass man überhaupt Strafen und staatliche Gewalt braucht, darüber herrscht Einigkeit von rechts bis links. Staatliche Gewalt zur Durchsetzung von gesellschaftlichen „Regeln“ und zum Schutz wichtiger Rechtsgüter – wie etwa das Recht auf Eigentum oder die Freiheit der eigenen Person – , sei unverzichtbar.

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Will das Kapital die Löhne immer nur senken?

Will das Kapital die Löhne immer nur senken (PDF)

Was ist der Lohn als Kostenfaktor des Kapitals? Was ist die Logik der Profitrate?

Das Kapital ist, oberflächlich gesagt, eine Art und Weise zu wirtschaften, in der Geld ausgegeben wird, um damit Prozesse in die Wege zu leiten, die zum Ziel, eine vergrößerte Menge Geld haben. In unseren und anderen von Marx inspirierten Texten ist häufig zu lesen, dass der Lohn für das Kapital gar nicht niedrig genug sein kann, weil der Lohn ein Abzug vom Gewinn sei.

Diese Aussage kann sich vor allem auf die starken Bemühungen der letzten Jahre seitens der Unternehmen und der Wirtschaftspolitik stützen, den Lohn im allgemeinen zu senken. Die Behandlung von illegalen Arbeitsmigranten durch Unternehmen legt Nahe, dass der beste Lohn fürs Kapital immer noch der zu sein scheint, gar keinen zu zahlen. Illegale werden häufig von Unternehmen abgezockt. Sie Arbeiten eine Zeit lang und erhalten dann einfach keinen Lohn oder einen stark geminderten relativ zu der Vereinbarung. Zum Staat können sie nicht gehen, um den Vertrag einzuklagen, weil sie Gefahr laufen, abgeschoben zu werden. Scheinbar lohnt es sich für manche Unternehmen, so zu kalkulieren. Auf der anderen Seite gibt es aber Lohnkalkulationen bei Unternehmen, die sogar freiwillig den Arbeitern etwas mehr als den Tariflohn zahlen, z.B. in der Automobilbranche. Auch heute ist es noch üblich, dass Arbeiter in engen, stickigen Räumen arbeiten, weil das Unternehmen an Miete sparen will. Kosten, die nur für die Gesundheit der Arbeiter aufgewendet werden müssen, versuchen Unternehmen zu vermeiden. Zugleich gibt es aber Unternehmen, die stellen ihren Internetgenies einen extra Raum mit Tischfußball und Sofas zur Verfügung.

Diese scheinbar gegensätzlichen Seiten haben nichts mit der Frage zu tun, ob der Manager ein böses, kleinliches Arschloch ist oder aber ein fürsorglicher, großzügiger Menschenfreund. Beide Kalkulationen verdanken sich der gleichen Rentabilitätsrechnung und die heißt nicht einfach nur, dass der Lohn so klein wie möglich sein soll. Der Lohn ist in der kapitalistischen Rentabilitätsrechnung ein Kostenfaktor und darin ist ein Widerspruch eingeschlossen, der alle oben beschriebenen Phänomene erklärt:

Audio-Vortrag: „Staatsverschuldung und der Fall Griechenland”

Vortrag von Jimmy Boyle zur griechischen Staatsverschuldungskrise auf Einladung des Antifa AK Köln

Warum verschulden sich Staaten? Wie bezahlen Staaten ihre Schulden? Was schafft Vertrauen an den Finanzmärkten und wie kommt es dazu, dass Gläubiger ihr Vertrauen in die Staatsschuld verlieren? Was sind die Gründe der Staatsverschuldungskrise in Griechenland und was hat das mit dem Euro zu tun? Warum bedrängen der griechische Staat und die EU die griechische Bevölkerung mit Lohnkürzungen, Sparmaßnahmen und verordnen so politisch ein mehr an Armut?

Der Vortrag steht nun (neben den Vorträgen der anderen Gruppen) unter folgendem Link als Audio-Datei zur Verfügung: http://krisennationalismus.blogsport.de/category/audio

Kritik an der Kapitalrezeption von Michael Heinrich anhand des ersten Kapitels im Kapital

Kritik an Heinrichs Kapitalrezeption 2010 (PDF)

Michael Heinrich hat drei Bücher zum Kapital vorgelegt, die in breiten Kreisen gelesen werden. Mit seiner Dissertation „Die Wissenschaft vom Wert“(1) hat er in den 90ern für Furore im marxologischen Wissenschaftsbetrieb und der intellektuellen Linken gesorgt. Seine „Einführung“(2) wird in linken Kreisen viel gelesen, teils als Ersatz, teils als Unterstützung zur Kapitallektüre. Neu auf dem Markt ist ein Kapitalkommentar, der allerdings in diesem Text (noch) nicht berücksichtigt ist.

Dieser Text kritisiert zentrale Überlegungen und Interpretationen von Heinrich entlang des ersten Kapitels im Band 1 des Kapitals von Marx. Es wird dargelegt, dass Heinrich so mit dem Nachweis beschäftigt ist, dass der Wert gesellschaftlicher Natur ist, dass er darüber den Inhalt der gesellschaftlichen Natur vergisst, ignoriert oder wenig spannend findet.